Die besten Kurztrips für den Spätsommer

Gerade aus dem Sommerurlaub gekommen und schon wieder Lust auf eine Reise? Wie wäre es mit einem Kurztrip übers Wochenende? BILD und die App Seeker stellen die besten Ziele für ein verlängertes Wochenende vor.

 

Dessau – Bauhaus und Gartenreich

Wer Architektur liebt, kommt in Dessau voll auf seine Kosten. Denn die kleine Stadt in
Sachsen-Anhalt ist die Geburtsstätte des Bauhaus-Stils, der von Walter Gropius 1919 als
Kunstschule „Staatliche Bauhaus“ gegründet wurde. Besonders berühmt ist der 1925/26 entstandene Gebäudekomplex, den Gropius 1925/26 als Schulgebäude für die Kunst-, Design- und Architekturschule entwarf. Aber es gibt noch mehr Bauhaus-Stätten in Dessau, etwa die Meisterhäuser, die Gropius für die Meister des Bauhauses entwarf, etwa für László Moholy-Nagy,
Lyonel Feininger, Paul Klee und Wassily Kandinsky, oder die Trinkhalle an den Meisterhäusern, die Mies van der Rohe 1932 gebaut hat. Sehr spannend sind die
Führungen (durch das Bauhausgebäude, zu den Meisterhäusern oder zur Siedlung Dessau-Törten).
Wer auf eigene Faust starten will, für den ist die Bauhaustour, ein 22 Kilometer langer Radwanderweg (ausgeschildert), genau richtig.
Am 1. und 2. September kann man beim Bauhausfest 2017 im Bauhausgebäude tief in die
Geschichte eintauchen. Schon früher gab es die Festtradition, und 1997 wurde sie wiederbelebt.
Zu den Höhepunkten gehören Installationen, Konzerte und Performances
Höhepunkten gehören Installationen, Konzerte und Performances
Zum Vormerken: 2019 feiert das Bauhaus seinen 100. Geburtstag mit vielen Veranstaltungen.
Sehr lohnenswert sind Abstecher in die Stätten des Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Die Gartenanlagen Wörlitzer Park,
Mosigkau und Oranienbaum mit den dazugehörigen Schlössern sind zu Recht weltberühmt.

 

Schlammpackung im Wattenmeer

Manchmal fühlt sich ein verlängertes Wochenende wie ein langer Urlaub an. Weil man sofort eintaucht in die Erholung.
Bestens dafür geeignet ist eine Auszeit am Meer.
Auf der To-do-Liste für einen Kurztrip in den Nationalpark Wattenmeer stehen
Krabbenpulen (fürs selbst gebastelte Krabbenbrötchen – wie’s genau geht,
wissen die Einheimischen, und sie erklären es gern) und Wattwandern.
Ein Spaziergang auf dem Meeresgrund ist für die Füße ein Genuss und für die Augen ein Erlebnis.
Am besten und sichersten ist eine geführte Wattwanderung.

 

Felsnasen und Burgruinen im Elbsandsteingebirge

Diese Landschaft, die nur ein kleines Stück von Dresden entfernt liegt, strahlt etwas Magisches aus. Das liegt an den bizarren Felsformationen, die die Fantasie anregen.
Die ideale Zeit, sie zu erkunden, ist im Spätsommer – im Herbst nämlich wird sie von Wanderern geradezu überrannt.
Wind und Wetter haben am Sandstein genagt und ihm die skurrilsten Formen gegeben. Hinzu kommen gewaltige Findlinge, die vollkommen von Moos überzogen sind,
schmale Wege und Stiege, für die man mancherorts Seil-Geländer als Halt braucht. Einige Felsen sind bei Kletterern beliebt.
Zu den schönsten Stellen gehört die dramatische Kirnitzschtalklamm mit steilen Ab- und Aufstiegen. Die berühmteste Felsformation ist
die Bastei, bei deren Entstehung der Mensch mitgewirkt hat. Zwar ist die Aussichtsplattform zurzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt, die Basteibrücke und das Burghotel sind aber zugänglich.
Sogar wohnen kann man hier oben – im Berghotel, zu dem auch ein Panoramarestaurant gehört. Weitere Attraktionen: die Festung Königstein,
eine Dampferfahrt mit einem historischen Schiff, eine Fahrt mit der historischen Kirnitzschtalbahn und – natürlich – die Wanderwege, darunter der
Malerweg (gekennzeichnet mit einem schwarzen „M“ auf weißem Grund), der so heißt, weil die Region schon früher Maler wie Caspar David Friedrich und Bernardo
Bellotto (besser bekannt als Canaletto) und weitere Künstler von Carl Maria von Weber über Richard Wagner bis Hans Christian Andersen angelockt hat.

 

Blumenpracht auf der Insel Mainau

Der (nach Wasservolumen) zweitgrößte See Mitteleuropas fühlt sich nicht nur an wie ein Meer
(baden geht noch, zurzeit ist das Wasser etwa 22 Grad „warm“) –, er hat auch 15 Inseln zu bieten.
Darunter die eindrucksvolle Klosterinsel Reichenau und die Blumeninsel Mainau – wer sie besucht, fühlt
sich mancherorts wie in den Tropen.
Das Bodenseeklima ist mild genug für mediterrane, subtropische und sogar tropische Pflanzen. Bougainvilleen,
Kakteen und Palmen und vieles mehr wächst hier. Zwischen März und Oktober gibt es ständig neues Grün zu sehen
(im Spätsommer sind es Rosen, Hibiskus, Engelstrompeten, Passionsblumen und später unzählige Dahlienarten).
Es gibt ein Schmetterlingshaus mit exotischen Faltern, ein Pfauengehege, einen Streichelzoo und einen Wasserspielplatz für
Kinder. Und natürlich sollte man die Bauwerke bewundern – das Deutschordenschloss von 1746, die Schlosskirche und den Gärtnerturm.

Tipp: Vom 29. September bis 3. Oktober startet das Gräfliche Schlossfest 2017. Die Gräfliche Familie Bernadotte lädt in dieser Zeit in einige Schlosssäle, es gibt Ausstellungen,
historische und aktuelle Modenschauen (die Hutkreationen von Gräfin Diana sind immer sehr beliebt) und Musik.

 

Rothenburg ob der Tauber

Wer diese Stadt in Bayern besucht, fühlt sich direkt ins Mittelalter katapultiert. Die mittelfränkische Kleinstadt hat unzählige, bestens erhaltene Fachwerkhäuser,
Türme, schmale Gassen und Kopfsteinpflaster – hier würde sich niemand wundern, wenn im Dunkeln ein Nachtwächter unterwegs wäre.
Sehr interessant ist der Rothenburger Turmweg, eine vier Kilometer lange Route rund um die Altstadt mit 22 Stationen.
Und natürlich muss man ein Foto am Plönlein machen – die berühmteste Ansicht überhaupt mit einem schmalen Fachwerkhaus mit Brunnen davor, einem Turm und einigen Bürgerhäusern.
Richtig in die alten Zeiten eintauchen kann man während der Reichsstadt-Festtage vom 1. bis 3. September 2017 – sie ist eine Zeitreise ins Mittelalter mit Fackelzug,
historischer Verkleidung, Feuerwerk und üppigem Kulturprogramm.

 

Spreewald

Diese Landschaft ist eine Kooperation aus Natur und Mensch. Er hat die Spree in unzählige Kanäle aufgeteilt und so eine Kulturlandschaft erschaffen, die einmalig ist.
Es gibt Auenwälder und Moore, Wiesen und Orte, die man einfacher mit dem Boot als mit dem Auto erreicht.

Eine Kahntour gehört denn auch auf die To-do-Liste – durch den Hochwald (Mückenschutz nicht vergessen) und dann ins Museumsdorf Lehde, in dem man sehen kann,
wie die Menschen im Mittelalter gelebt haben. Und: Man kann das Nationalgericht der Region, die Spreewaldgurke, kosten.

Zum Beispiel im Kaupen No. 6, das man über schmale Wege oder – romantischer – per Kahn erreichen kann. Der Gurkensalat mit saurer Sahne und Dill, die Spreewälder
Fischsuppe oder die Variation von Lübbenauer Senf- und Gewürzgurken machen viele Besucher zu überzeugten Liebhabern der Spreewaldküche.

Im Spätsommer ist hier viel los: Vom 25. bis 27. August feiert Burg/Spreewald auf dem Festplatz am Hafen das 25. Heimat- und Trachtenfest mit vielen Spreewald-Trachten, Musik,
Traditionen wie dem Hahnrupfen, der Krönung des neuen Wendenkönigspaares und einem Festumzug. Am 9. und 10. September startet das Dorf- und Erntefest in Raddusch.
Vom 15. bis 17. September sollte man sich das 40. Spreewaldfest vormerken, das im ganzen Stadtgebiet
von Lübben stattfindet. Highlight ist ein Kahnkorso am 17. September. Und in Lehde wird am 23. und 24. September gefeiert – mit Schaudreschen, Einbaumwettfahren und einem Kahnkorso.

 

Saalfelder Feengrotten

Die farbenreichste Schaugrotte der Welt liegt – in Thüringen. Genauer gesagt in Saalfeld. Dort hat die Natur das ehemalige Bergwerk „Jeremias Glück“ in eine Tropfsteinhöhle verwandelt.
Die vielen Farben, die die Saalfelder Feengrotten 1993 sogar ins „Guinness Buch der Rekorde“ brachten, verdanken die Höhlen den unterschiedlichen Mineralien, die es dort gibt.
Spannend ist eine Führung durch das Höhlensystem, bei der man viel über die Entstehung der Tropfsteine erfährt.
Anschließend geht es ins Erlebnismuseum Grottoneum oder in den Abenteuerwald Feenweltchen, der nicht nur für Kinder ein Riesenspaß ist.
Auch einen Heilstollen gibt es, in dem Erkrankungen der Atemwege wie Asthma behandelt werden.
Am 10. September kann man sich von 11 bis 16 Uhr beim Tag des offenen Heilstollens über die Wirkung informieren.

 

St. Peter-Ording

Ein nicht mehr so ganz geheimer Urlaubstipp: Der längste Strand Deutschlands. In St.Peter-Ording mieten Sie Traumhaft schöne Ferienhäuser.

 

Quelle: Bild.de