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Pelletöfen als umweltfreundliche Alternative

Die Installation einer Solarstromanlage auf dem eigenen Hausdach stellt sich oft als ziemlich kostenaufwendig und schwer zu realisieren dar. In Anbetracht des relativ hohen Anschaffungswertes rechnet sich eine Solaranlage oft erst nach Jahren und kann auch dann meist nur einen relativ geringen Anteil zum gesamten Energiebedarf eines Haushaltes leisten und auch nebengelegene Räume günstig bei kalten Temperaturen nicht zu kalt werden lassen. Auch herkömmliche Kaminöfen können im Verhältnis zum Gesamtbedarf an Wärme nur einen kleinen Beitrag leisten und beheizen im Allgemeinen jeweils nur einen einzigen Raum. Ein moderner Pelletofen kann dagegen viele Vorteile bieten und wesentlich einfacher und mit weniger Aufwand zu betreiben sein als ein selbst hochwertiger Kaminofen.

Pellets – der nachhaltige Brennstoff

Die für einen Pelletofen benötigten Holzpellets sind ausschließlich aus Holzspänen gepresstes Schüttgut. Da sich die Pellets aus dem klimaneutralen Brennstoff Holz zusammensetzen sind sie äußerst umweltfreundlich. Bei der Herstellung von Pellets wird auf die Zugabe von Bindemitteln komplett verzichtet und lediglich etwa 2% natürliche Stärke zugeführt, welche eine bessere Pressung des Materials erlaubt. Zumeist kann zur Herstellung von Pellets sogar Restholz aus der Industrie verwendet werden.

Die Funktionsweise eines Pelletofens

Holzpellets können ähnlich wie flüssiger Brennstoff transportiert und angeliefert werden. Zunächst werden die Pellets in einem Pelletkessel gelagert. Dieser kann sowohl als kleiner Vorratsspeicher direkt an einen einzelnen Pelletofen angeschlossen sein, oder aber vom Keller eines Wohnhauses aus mithilfe eines speziellen Fördersystems die Pelletöfen eines ganzen Mehrfamilienhauses versorgen. Von dort aus kann die direkte Zufuhr der Pellets in den Brennraum des Ofens automatisch erfolgen.

Bei einfachen Pelletofenanlagen ist es lediglich notwendig alle 1-2 Tage die im Ofen integrierten Vorratskammern mit dem natürlichen Brennstoff zu füllen. Bei der Verbrennung der Pellets heizt sich die Luft durch eine als besonders angenehm wahrgenommene Strahlungswärme auf. Ein Pelletofen ist mithilfe einer integrierten Zeitschaltuhr steuerbar und schaltet sich mithilfe eines Heißluftgebläses selbst ein. Ist die vorher eingestellte Temperatur des Raumes erreicht, schaltet sich der Pelletofen automatisch ab.

Der wasserführende Pelletofen

Ein so genannter wasserführender Pelletofen ist an das gesamte zentrale Heizsystem eines Hauses angeschlossen und kann somit auch dazu verwendet werden, das im Haushalt benötigte Warm-Wasser zu beheizen. Die Verteilung der insgesamt erzeugten Wärme-Energie auf die unterschiedlichen Heizanlagen ist ebenfalls automatisch regulierbar.

Die Vorteile des Pelletofens auf einen Blick

Die Wärmeerzeugung durch Pelletöfen gehört zu den wenigen Formen der klimaneutralen Energiegewinnung. Dies bedeutet, dass zur Verbrennung der Holzpellets jeweils nur höchstens die gleiche Menge an Kohlenstoff ausgestoßen wird, die das Holz der Atmosphäre beim Heranwachsen bereits entzogen hat. Dabei ist es möglich, mit 2 kg Pellets ebenso viel Energie wie mit einem Liter Heizöl zu produzieren. Im Gegensatz zu Heizöl, Strom und Erdgas bleibt die Preisentwicklung für Pellets voraussichtlich über Jahrzehnte hinweg stabil.

Pelletöfen erzeugen laut Studien bei der Wärmegewinnung weniger Schmutz und Feinstaub als herkömmliche Kamin- und Heizöfen. Der Grund hierfür liegt in der Möglichkeit einer exakten automatischen Dosierung der Pelletzufuhr und an der besonders hohen Brennqualität der genormten Pellets. Zudem werden die Anschaffung und der Einbau eines Pelletofens vom Bundesamt für Umwelt gefördert und finanziell unterstützt.

Quelle: Berliner Zeitung

Bildquelle: Pixabay.com

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