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Sorge um Metall- und Elektroindustrie

Essener Unternehmensverband veröffentlicht Konjunkturumfrage. Die Mehrheit der Firmen beurteilt die Lage als recht gut – nur eine Branche nicht.

Die Geschäfte der Essener Wirtschaft liefen zuletzt etwas schleppender als noch im Herbst vergangenen Jahres. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturumfrage des Essener Unternehmensverbandes (EUV) hervor. „Die Stimmung bei unseren Mitgliedsunternehmen ist zwar überwiegend positiv, aber wir nehmen auch negative Stimmen wahr“, fasste Henner Puppel, Vorsitzender des EUV die Ergebnisse zusammen. Trotz dass die Auftragsbücher gut gefüllt seien, gingen mehrheitlich bei den Unternehmen die Umsätze zurück.

Klagen sind allerdings auch nicht angebracht. Immerhin bewertete der überwiegende Teil der befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage mit gut bzw. befriedigend. Auch die Prognosen, die die Firmen abgeben, sind eher positiv gestimmt. Die Mehrheit rechnet in den kommenden Monaten mit guten bzw. befriedigenden Geschäften.

Recht stabile Phase
Damit bewegt sich die Essener Wirtschaft nun schon seit mehreren Jahren in einer recht stabilen Phase. Das spiegelt sich auch in den Beschäftigtenzahlen wider. Sie waren zuletzt eher konstant. Die befragten Unternehmen würden zudem keinen großflächigen Stellenabbau planen. „Ganz im Gegenteil, es werden wieder Fachkräfte gesucht“, so Puppel.

Sorgenkind bleibt jedoch die Metallindustrie und die Elektroindustrie in Essen. Erneut zeichnen die befragten Betriebe ein düsteres Bild als die Gesamtwirtschaft. In der Branche bewerteten weniger als die Hälfte der Unternehmen ihre Auftragslage und ihren Umsatz als zufriedenstellend. „Seit 2011 kommt die Metall- und Elektroindustrie in Essen und im Ruhrgebiet einer Krise immer näher.“ Puppel forderte von der Politik mehr Anreize für Investitionen, um so die Metall- und Elektroindustrie aus der Talsohle zu bringen. Dazu zählten eine Infrastrukturinitiative und ein Regulierungsstopp im Umwelt- und Klimaschutz, der Investitionen in Industrieanlagen wieder attraktiver mache.

Wirtschaftskraft pro Erwerbstätigem hat zugelegt
Unterdessen hat die Wirtschaftskraft pro Erwerbstätigen in Essen weiter zugelegt. Wie aus Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht, erwirtschaftete 2014 jeder Erwerbstätige 78.370 Euro. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber 2013. Allerdings blieb Essen damit hinter der landesweiten Entwicklung zurück. In NRW stieg das Bruttoinlandsprodukt pro Beschäftigen um 2,8 Prozent. Aus den Daten geht auch hervor, dass die Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbe in Essen weiter gesunken ist, was die Umfrage des EUV zur Metall- und Elektroindustrie stützt.

Quelle: derwesten.de

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