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1Okt/090

Wieso Piraterie bekämpfen, oder: Content-Piraterie als Marketing-Tool.

Kurzbeitrag: 50-Cent, amerikanischer Hip-Hop Entrepreneur, den ich bisher als seeehr kommerziell eingeschätzt habe, tritt mit einer Aussage ins Licht der Öffentlichkeit, die mich sehr überrascht hat.

Im Kerne:

People can fall in love with the music either way, and then they'll go to concerts. You can't stop piracy either way, so why try to fight it?

Treffender Kommentar eines Lesers dazu:

I never gave this guy a second's thought. As a pop entertainer, most aren't worth even that much time. But his ideas are quite impressive. Despite the fact that his diction reveals a dis-privileged upbringing, what he says reveals a true thinker.

Vielleicht ist diese Auffassung es wert, sich durchzusetzen. Was meint ihr? Kompletten Artikel mit Video gibt es hier.

24Sep/092

Wie Pre/Post-Release Modelle sich rechtfertigen müßen, oder: der neue Preis der Unterhaltung II.

Ich beziehe mich bei diesem Artikel zum einen auf die Pre/Post-Release-Modell Vorstellung aus dem Wiki der Piratenpartei, zum Anderen auf meine persönlichen Erfahrungen, was die Zahlungsbereitschaft potenzieller und aktiver Kunden angeht.

Zum ersten Teil: der neue Preis der Unterhaltung am Beispiel der aktuellen Jugendkulturen.

Hintergrund

Der Hintergrund dieses Artikels ist der schwelende Konflikt zwischen Netizens und Künstlern oder, im weiteren Sinne, ihrem Management. Dieser Konflikt wird momentan durch die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken im Internet weiter angefacht. Die Entwicklung an sich ist nicht neu, wurde Kazaa, eine P2P-Software, immerhin schon 2001 released. 2004 wurde der erste Nutzer wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt, seitdem ist die Nutzung von P2P-Software im Hinblick auf illegales Material ein ständiges Spiel mit dem Feuer.

17Sep/090

Wie man aus 50 US-Dollars 500 US-Dollars macht, oder: die Weisheit des Bobby Kotick

Folgendes las ich soeben auf play3.de:

Noch vor einigen Tagen stand Pink Floyd’s Nick Mason dem aktuellen Trend zu Musikspielen eher skeptisch gegenüber und ärgerte sich darüber, dass seine Kinder mehr Zeit mit den Erlernen von Tastenkombinationen verbringen als mit dem Üben an echten Instrumenten.

Das hält ihn aber nicht davon ab, über einen eigenen Pink Floyd “Rock Band” oder “Guitar Hero” Ableger nachzudenken. Auf die Frage, ob die Band ein solches Spiel in Erwägung zieht, antwortete der Schlagzeuger gegenüber BBC: “Wir denken darüber nach. Jeder sucht nach neuen Wegen um die Musik zu verkaufen, da das Geschäft mit den Platten-Verkäufen beinahe verschwunden ist.”

Der News-Post hätte weitergehen müßen:

Kurz danach kam Bobby Kotick und erklärte, wie man aus 50$ Anfangspreis für ein Spiel 500$ macht, indem man Zubehör, Downloadable-Content und Merchandise verkauft. Und so wird kurzfristig aus Ablehnung von Musikspielen halt dann doch irgendwie Zuneigung.

Per se nicht schlecht, wenn man mit Gaming Geld verdienen will. Aber so eine 180° Kehrtwende innerhalb weniger Tage von Seiten Nick Mason, die zufälligerweise auch direkt nach der Aussage von Kotick kam - das überrascht doch zumindest.